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Die Costa Dorada ist der südlichste Küstenstreifen von Katalonien, überwiegend die Küste der Provinz Tarragona. Katalonien hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Ich möchte Euch an dieser Stelle einen kleinen Einblick geben.
In der Antike. besiedelten die Griechen und die Karthager die Küstenregionen des Mittelmeeres. Die größten Handelsniederlassungen gründeten die Griechen ungefähr 600 v. Chr. mit Empurion (St. Marti d’Empuries) und Rodha ( Roses) an der Costa Brava unweit von Figueres.
Auch der phönizische Handel war seit 700 v. Chr. sehr ausgeprägt an der katalanischen Küste. Über den Ebro handelten die Phönizier mit den Bewohnern des Küstenhinterlandes. Im frühgeschichtlichen Aldovesta, dem heutigen Benifallet wurden bei Ausgrabungen 1986-88 eine Reihe von phönizischen Amphoren aus dem Bereich der Meerenge von Gibraltar aus dem späten 7. Jahrhundert v. Chr. gefunden.
Während des 2. punischen Krieges besiegten die Römer 218 v. Chr. die Karthager im heutigen Katalonien. Sie gründeten Städte und Siedlungen. So entstanden unter anderen Barcino, das heutige Barcelona und Tarraco, das heutige Tarragona.
Im 5. Jahrhundert brach das römische Reich zusammen. Katalonien und die gesamte iberische Halbinsel wurden von Franken her durch die Westgoten besiedelt. Das Westgotenreich erlebte um die Wende vom 6. zum 7. Jahrhundert eine Blütezeit.
Im Jahre 711 unternahmen die muslimischen Armeen die Eroberung des westgotischen Hispanien. Über vier Jahrhunderte wurden die Ländereien von Balaguer, Lleida, Tarragona und Tortosa Teil der islamischen wirtschaftlichen und religiösen Gemeinschaft.
Während des 8. Jahrhunderts, ist das Gebiet des heutigen Katalonien unter der Kontrolle des Emirats und dem Kalifat von Cordoba und wurde Teil von al-Andalus. Katalonien übernahm Neuerungen aus der islamischen Welt, unbekannte Produkte und technische Innovationen, wie Bewässerungsanlagen.
Dann wurden die Muslime aus dem Norden Kataloniens zurückgedrängt. Jedoch dauerte es noch ca. 350 Jahre bis zur vollständigen Rückeroberung Kataloniens.
1137 heiratete Ramon Berenguer IV., Graf von Barcelona, die Infantin Petronila von Aragon. Durch diese Heirat wurde die Grafschaft von Barcelona mit dem Königreich von Aragon vereint, beide Länder wurden aber getrennt verwaltet.
Raimund Berenguer IV. eroberte Tortosa (1148) und Lleida (1149). Mirabet (Miravet) und Siruana ( Teilort der Gemeinde Cornudella de Montsant), die letzten Bastionen von al-Andalus, ergaben sich 1153. Damit erstreckte sich der katalanische Herrschaftsbereich wieder bis zum Ebro. Der Orden der Templer organisierte die Sicherung der Grenzen mit einem Netz von Burgen und Wehreinrichtungen.
1469 kam es dann zur Heirat zwischen Ferdinand II von Aragon und der Isabella von Kastilien. Durch diese Heirat kam das Königreich Aragon und damit auch Katalonien unter die spanische Krone.
1700 begannen der Spanische Erbfolgekrieg, nachdem König Karl II. starb und keine Nachkommen hinterlassen hatte. Da sich Katalonien in diesem Krieg auf die Seite der späteren Verlierer gestellt hatte, verlor auch Katalonien diesen Krieg. Infolge des Erbfolgekrieges wurde Spanien zu einem Zentralstaat. Spanisch wurde Amtssprache, die Gesetzgebung erfolgte durch Madrid, Katalonien wurde zur spanischen Provinz.
Trotzdem erstarkte Katalonien in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts durch die zunehmende Industrialisierung wirtschaftlich. Auch die katalanische Kultur und besonders die katalanische Sprache wurden wiederbelebt. Wie anderswo in Europa erwacht durch die wachsende Industrialisierung auch das politische Leben.
Bei der Kommunalwahl vom 12. April 1931, der ersten seit der Verkündung der Diktatur von 1923,erlangt die Linke einen überwältigenden Sieg. Am 14. April proklamiert Francesc Macia, 1. Präsident der Generalitat de Catalunya, im Palast der Generalitat, die katalanische Republik. Am selben Tag wurde in Madrid die Zweite Spanische Republik verkündet. Unter dem Druck der provisorischen Regierung der Spanischen Republik, stimmt Macià einer autonomen Regierung für Katalonien zu. Der Autonomiestatus sichert Katalonien eine eigene Regierung, ein eigenes Wirtschaftsbudget und Kulturhoheit zu.
Am 17. Juli 1936 wird durch General Francisco Franco und seine Anhänger ein Staatsstreich gegen die spanische Republik durchgeführt. Dieser Staatsstreich führt zu einem dreijährigen Bürgerkrieg. In Katalonien, verursacht der Ausbruch des Krieges eine soziale Revolution und willkürliche Unterdrückung der konservativen und wohlhabenden Bevölkerung. Die sozialen und politischen Widersprüche, die durch den Konflikt verursacht werden führen zu Spannungen und Auseinandersetzungen zwischen linken Parteien und Gewerkschaften. Die Zivilisten trafen steigende Preise, Hunger, Bombenanschläge ... Das Ende des Krieges brachte die Verbannung vieler Katalanen und den Beginn der Repression gegen linke katalanische Nationalisten und die Abschaffung der Autonomie und der Niederlage von Katalonien als Nation.
Nach dem Tod General Francos im Jahre 1975 und dem Übergang Spaniens zu einer Demokratie erhielt Katalonien einen Teil seiner politischen Macht zurück. Mit der spanischen Verfassung 1978 erhielt Katalonien seinen Autonomiestatus zurück. Die Katalanische Sprache wurde neben spanisch zur Amtssprache und ist in den Schulen Unterrichtssprache.
Foto: www.costa-dorada.net